Diverses
Dipl.-Ing.(FH) Markus Drechsler
 
Softwaredesign und Systemberatung

Manchmal bleibt auch dazu noch etwas Zeit ...

SETI

Wir werden ja ständig aus dem Weltall mit Signalen jedweder Couleur bombardiert. Um aus dem breiten Spektrum der Signale mögliche Informationen über extraterrestrische Lebensformen herauszufiltern, bedarf es eines immensen Rechenaufwands. In Berkeley läuft deshalb ein Programm, an dem sich jeder auf der Welt mit Internetzugang beteiligen kann. Es handelt sich um:

Link zu Setihome

Ob man nun an Außerirdische glaubt oder nicht, ist für mich dabei nicht so sehr entscheidend. Es kann ja auch sein, daß dabei keine Hinweise herauskommen. Vielmehr reizt mich dabei die Tatsache, daß bei einem Forschungsprojekt so ziemlich jeder auf der Welt mithelfen kann.

Die immense Rechenleistung, die für solche Vorhaben nötig ist, kann in einem annehmbaren Zeitraum kaum von einem einzelnen Superrechner aufgebracht werden. Durch ein relativ kleines Programm auf jedem Client kann ein Bruchteil der Daten vom Server angefordert, abgesucht und das Ergebnis an den Server zurückgesandt werden. Dadurch steht weltweit eine immense Rechenleistung zur Verfügung.

Wer sich ganz allgemein, über aktuelle Versionen für die meisten Betriebssysteme oder z.B. über die schon geleisteten CPU-Zeiten im Rahmen des Projekts informieren möchte, kann sich gerne auf der Homepage von Setiathome umsehen.

Hier noch ein paar Erkenntnisse über die Laufzeiten für die derzeit üblichen Pakete von etwa 350 kB:

OS

OS-Version

Seti Type

Version

Pentium II, 300 MHz, 64 MB

K6 II, 300 MHz, 128 MB

Auf dem K6 II laufen nur Versionen mit 386er Code ! Außerdem dient meiner nebenbei als ISDN-Router/Dateiserver, hat noch eine ISA SCSI-Karte und ist so nicht recht schnell.

 Windows

 NT 4.0

 Bildschirmschoner

 1.06

22 h

---

 2.02

? h

---

 Commandline

 1.3

17 h

---

 2.0

15 h

---

 3.0

11 h

---

 Linux

 2.2.5

 Commandline gnulibc 2.1

 1.3

14 h

---

 2.0

13 h

---

 2.0.35

 Commandline glibc 1

 1.3

---

23 h

 2.0

23 h

23 h

 2.0

26 h

---

Wer aktuelle (statisch/dynamisch gelinkte) Versionen zu diversen Betriebssystemen (u.a. für UN*X, Mac, Win) haben möchte, kann auf dem Seti Server das Passende suchen.

Wer sich eine Zeit lang die Grafiken ansehen will, ist unter Windows NT mit dem Bildschirmschoner gut bedient.
Wenn die Berechnung nicht ständig, sondern nur im Bildschirmschonermodus läft, passiert im Normalbetrieb natürlich gar nichts.
Zudem werden die Daten bei jedem BS-Start neu gescannt. Das kostet Rechenzeit !

Soll es etwas schneller gehen, so kann unter Windows NT in einer DOS-Box auch eine Komandozeilenversion benutzt werden.
Negative Auswirkungen auf die Performance anderer Programme habe ich nicht bewußt festgestellt, obgleich rechenintensive Programme sicher beeinflußt werden.

Wer den eigentlichen Nutzen - es soll ja Output produziert werden - nicht aus dem Auge verlieren möchte, fährt unter Linux auf der gleichen Maschine (meiner Meinung nach) erheblich besser ! Wenn der Prozeß über cron automatisch gestartet wird, braucht man sich um nichts mehr kümmern. Stündlich wird dann nachgesehen, ob der Client noch läuft. Wenn nicht, wird er automatisch wieder gestartet.


   # /etc/crontab
   #
   # ... 
   #
   # v- hinzu
   # every hour
   -0 * * * * root cd /opt/pub/seti/wega/seti/markus; ./setiathome -nice 10 > /dev/null 2> /dev/null
   # ^- hinzu

Letztendlich kommt es aber darauf an, welches Betriebssystem man im Normalfall für seine anderen Programme auf dem Rechner benutzt.
Die wenigsten werden einen Rechner alleine für Seti spendieren.

In der iX gab es einem Artikel von Steffen Merunka, wo das Tool SetiMon zum Darstellen von Seti@Home Infos im Intranet beschrieben wurde. Eine leicht geänderte und fehlerbereinigte Version habe ich hier dargestellt.

Ach ja, noch was:

Am Besten fährt man, wenn der Rechner dauerhaft mit dem Internet verbunden ist oder die Einwahl automatisch erfolgt. Keine Angst, das Programm ist nach meinen Erkenntnissen nur zum Versenden und Empfangen der Daten online !
Verbindungsauf- und abbau läft bei mir unter Linux absolut problemlos.

Seti

 

Und wer keine Lust hat, als Einzelkämpfer zu rechnen, kann sich gerne meiner Gruppe Apostrophe anschließen.

Copyright © 1999-2019 Markus Drechsler; Letzte Aktualisierung am 2004-11-06
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